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PM 2003-12-19
PRESSEMITTEILUNG / DEUTSCHE SPRACHWELT – Die Plattform für alle, die Sprache lieben

Deutsch als EU-Arbeitssprache verankern: Gegen Arroganz und für Selbstbewußtsein

SPD-Europawahl-Spitzenkandidat Schulz und der CDU-Abgeordnete Gutting äußern sich in der DEUTSCHEN SPRACHWELT

Erlangen, 19. Dezember 2003

Nach der soeben gescheiterten Verabschiedung einer europäischen Verfassung fordert die Zeitung DEUTSCHE SPRACHWELT eine eindringlichere Debatte über Deutsch als Arbeitssprache in der erweiterten Europäischen Union (EU). Aufgrund der bevorstehenden EU-Osterweiterung im Mai und der Europawahlen im Juni sei Eile geboten. In der morgen erscheinenden neuesten Ausgabe der Sprachzeitung treten der SPD-Spitzenkandidat für die Europawahlen, Martin Schulz, und der CDU-Bundestagsabgeodnete Olav Gutting für eine Stärkung der deutschen Sprache auf europäischer Ebene ein.

In einem Gespräch mit der DEUTSCHEN SPRACHWELT beklagt Martin Schulz, der Vorsitzende der SPD-Abgeordneten im Europaparlament, „die augenfällige Arroganz der europäischen Funktionseliten gegenüber nicht Englisch oder Französisch sprechenden Parlamentariern“. Deutsch sei die Sprache, die „von der größten Einzelgruppe in der EU“ gesprochen werde: „Deswegen gebührt ihr auch die entsprechende Stellung innerhalb der europäischen Institutionen.“ Olav Gutting (CDU) fordert in der DEUTSCHEN SPRACHWELT dazu auf, Deutsch als EU-Arbeitssprache zu stärken: „Wir sollten genügend Selbstbewußtsein haben, um unsere Interessen offensiv zu vertreten. Mit Leisetreterei kommen wir in Brüssel nicht weiter.“ Der Wettbewerbsvorteil, den die Verbreitung der deutschen Sprache in Osteuropa bringe, müsse genutzt werden.

„Deutsch muß in der Europäischen Union Arbeits- und Veröffentlichungssprache sein“ lautet eine wichtige sprachpolitische Forderung der DEUTSCHEN SPRACHWELT. Sie unterstützt deswegen die Unterschriftenaktion „Deutsch: gleichrangig in der EU“, die seit dem Tag der deutschen Sprache läuft. Hintergrundbeiträge zur Stellung der deutschen Sprache in Europa, das Gespräch mit Schulz und der Beitrag von Gutting sind in der neuesten Ausgabe vom 20. Dezember und im Netz unter www.deutsche-sprachwelt.de zu finden.

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Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern (Leserbefragung 2002) die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprachbewußtsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

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