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Dudens Geburtstag: Rücknahme der Rechtschreibreform gefordert
(erschienen als Meldung des Deutschen Depeschen-Dienstes (ddp) am 2. Januar 2004; ddp richtet sich teilweise nach den Regeln der Rechtschreibreform)
Erlangen (ddp). Anlässlich des 175. Geburtstages von Konrad Duden am Samstag fordert die Sprachzeitung Deutsche Sprachwelt die Rücknahme der 1998 eingeführten Rechtschreibreform. Kultusminister und Medien sollten wieder zu einer einheitlichen Rechtschreibung finden, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Kein schöneres Geburtstagsgeschenk könnten wir Konrad Duden machen, als das Rechtschreibchaos zu beenden, erklärte der Schriftleiter der Zeitung, Thomas Paulwitz. Konrad Duden (1829-1911) habe sich sein Leben lang für die Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung eingesetzt.
Paulwitz erinnerte an die Ergebnisse der Pisa-Untersuchung: Die einheitliche Rechtschreibung ist eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung der Lesekompetenz. Durch die Einführung der Rechtschreibreform seien jedoch unterschiedliche Ausprägungen der Reform entstanden: Die Nachrichtenagenturen hätten nur einen Teil der neuen Regeln übernommen, Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine seien sogar bei der klassischen Schreibweise geblieben oder zu ihr zurückgekehrt. Nur Schulen und Behörden mühten sich, alle Regeln der Rechtschreibreform zu beachten.
Die Deutsche Sprachwelt ist nach eigenen Angaben mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprachbewußtsein eintritt.
(http://www.deutsche-sprachwelt.de)
ddp/ple/muc
021245 Jan 04